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Ochsenhausen auch in Bremen unterlegen

Bundesliga

Ochsenhausen auch in Bremen unterlegen

Ochsenhausen auch in Bremen unterlegen

Die Negativserie der TTF Liebherr Ochsenhausen geht weiter. Im Spitzenspiel des 16. Spieltags der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) unterlag der Titelverteidiger dem Play-off-Aspiranten SV Werder Bremen mit 1:3 – auch, weil die Oberschwaben aus Personalnot mit Trainer Bogdan Pugna antreten mussten. Es war die vierte Niederlage in Folge für Pugnas Mannschaft. Werder hält mit Tabellenführer Borussia Düsseldorf Schritt und vergrößerte im direkten Duell den Vorsprung auf die fünftplatzierten Ochsenhausener auf zehn Punkte.

Es brauchte eine Glanzleistung von Spitzenspieler Shunsuke Togami und Andreas Levenko, um die TTF Liebherr Ochsenhausen am Mittwochabend in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle als Sieger vom Tisch zu lassen. In Abwesenheit von Iulian Chirita, der beim Star Contender in Indien antritt, und des verletzten Tiago Abiodun durfte Trainer Bogdan Pugna aufgrund der TTBL-Regularien auch nicht den Brasilianer Leonardo Iizuka als zweiten Nicht-EU-Ausländer aufstellen. Somit war Pugna gezwungen, seinen eigenen Namen auf dem Spielbericht zu hinterlegen.

Die Marschroute der TTF war damit klar: Zwei Einzel von Togami und ein Sieg von Levenko mussten es sein, wenn man bei den starken Hanseaten etwas Zählbares mitnehmen wollte. Nach der klaren 0:3-Auftaktpleite von Pugna gegen Bremens Mattias Falck lieferte Togami prompt den ersten Punkt für die Gäste – mit einem lupenreinen Dreisatzsieg gegen Marcelo Aguirre. Nach der Pause schaffte Levenko gegen Kirill Gerassimenko das Comeback nach schnellem 0:2-Rückstand jedoch nicht und verlor in vier Sätzen.

Levenko gegen alten Freund Gerassimenko

Für den Österreicher war die Begegnung gegen Gerassimenko allerdings keineswegs neu, wie er bei Dyn nach der Partie verriet. „Wir waren beste Freunde in der Werner-Schlager-Akademie. Er kam mit 14 Jahren dorthin und ich war sein erster russischsprachiger Freund“, sagte Levenko, der damals erst zwölf Jahre alt war. Daher gebe es „keinen einzigen Spieler auf der Welt, mit dem ich so viele Matches gespielt habe“. Aber: „Wenn ich ehrlich bin, hasse ich es“, sagte Levenko über das Duell gegen seinen guten Freund.

Durch die Niederlage Levenkos war das Spiel bereits vorentschieden – das war auch Togami anzumerken, der sonst so professionell auftritt. „Er hat gerade eine Medaille bei den Asian Championships geholt, hat gegen Lin Shidong gewonnen. Er ist erst gestern aus China angereist, mit einem richtig langen Aufenthalt in Peking am Flughafen“, erklärte Levenko den 0:3-Auftritt seines Teamkollegen, den er auch nachvollziehen konnte. „Er ist auch nur ein Mensch. Er ist sehr professionell, aber er hat auch seine Limits. Wenn es mental nicht geht, dann geht es nicht. Er ist trotzdem ein Topspieler, eine Maschine.“

Bremen nun zehn Punkte vor den Nicht-Play-off-Plätzen

Für die Gastgeber war es ein weiteres Erfolgserlebnis in einer starken Saison. Nach 16 Spielen trennt Werder im Spielverhältnis nur ein Spiel von Tabellenführer Borussia Düsseldorf. Noch wichtiger: Durch den Erfolg im direkten Duell beträgt der Vorsprung auf Ochsenhausen und damit auf die Nicht-Play-off-Plätze zehn Punkte. Bei noch sechs Spielen und damit zwölf zu vergebenden Punkten kann die Mannschaft von Trainer Cristian Tamas bereits vorsichtig mit den Planungen fürs Liebherr TTBL Final4 beginnen.

Der 16. Spieltag in der Übersicht

SV Werder Bremen – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1
Mattias Falck – Bogdan Pugna 3:0 (11:0, 11:1, 11:5)
Marcelo Aguirre – Shunsuke Togami 0:3 (9:11, 1:11, 7:11)
Kirill Gerassimenko – Andreas Levenko 3:1 (11:8, 11:5, 9:11, 7:11)
Mattias Falck – Shunsuke Togami 3:0 (11:9, 11:7, 12:10)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Schwalbe Bergneustadt 1:3
Ruwen Filus – Adrien Rassenfosse 3:0 (11:4, 11:7, 12:10)
Jonathan Groth – Benedikt Duda 0:3 (9:11, 7:11, 2:11)
Fanbo Meng – Leo de Nodrest 1:3 (13:11, 2:11, 6:11, 9:11)
Ruwen Filus – Benedikt Duda 0:3 (5:11, 3:11, 2:11)

Borussia Düsseldorf – ASC Grünwettersbach 3:2
Kanak Jha – Hiroto Shinozuka 1:3 (6:11, 11:9, 6:11, 6:11)
Li Yongyin – Tiago Apolonia 2:3 (4:11, 9:11, 11:5, 11:4, 8:11)
Anton Källberg – Tom Jarvis 3:0 (11:6, 11:4, 11:9)
Kanak Jha – Tiago Apolonia 3:0 (11:8, 11:9, 11:7)
Anton Källberg/Li Yongyin – Ricardo Walther/Hiroto Shinozuka 3:1 (11:7, 8:11, 11:9, 12:10)

1. FC Saarbrücken-TT – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1
Fan Zhendong – Maciej Kubik 3:1 (11:7, 7:11, 11:8, 11:9)
Patrick Franziska – Samuel Walker 3:1 (11:7, 7:11, 11:8, 11:9)
Cedric Meissner – Martin Allegro 1:3 (8:11, 8:11, 11:4, 5:11)
Fan Zhendong – Patrick Baum 3:1 (11:6, 5:11, 11:5, 11:6)

TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – Post SV Mühlhausen 2:3
Jo Yokotani – Ovidiu Ionescu 2:3 (14:12, 14:12, 10:12, 6:11, 2:11)
Ivor Ban – Kay Stumper 3:1 (11:5, 2:11, 11:4, 11:1)
Csaba Andras – Marcos Freitas 3:1 (10:12, 11:9, 11:6, 11:8)
Juan Perez – Kay Stumper 0:3 (2:11, 8:11, 8:11)
Ivor Ban/Csaba Andras – Ovidiu Ionescu/Marcos Freitas 0:3 (11:13, 7:11, 8:11)

Borussia Dortmund – TSV Bad Königshofen 1:3
Anders Lind – Bastian Steger 3:1 (7:11, 11:8, 11:7, 11:9)
Adam Szudi – Xue Fei 1:3 (11:6, 5:11, 5:11, 5:11)
Kristian Karlsson – Andre Bertelsmeier 1:3 (7:11, 11:8, 8:11, 10:12)
Anders Lind – Xue Fei 0:3 (7:11, 7:11, 7:11)

Beitragsbild: Mattias Falck vom SV Werder Bremen (Foto: SV Werder Bremen)

TTBL Redaktion
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11.02.2026

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