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19. Spieltag: Bergneustadt hat das Ziel vor Augen, Grünwettersbach braucht Derbysieg

Bundesliga

19. Spieltag: Bergneustadt hat das Ziel vor Augen, Grünwettersbach braucht Derbysieg

19. Spieltag: Bergneustadt hat das Ziel vor Augen, Grünwettersbach braucht Derbysieg

Fällt am 19. Spieltag die Entscheidung auch um das vierte Ticket für das Liebherr TTBL Final4? Der TTC Schwalbe Bergneustadt liegt derzeit in der Pole-position um die Halbfinalteilnahme und würde mit einem Sieg am Dienstag beim Post SV Mühlhausen alles klar machen. Im Tabellenkeller hofft der ASC Grünwettersbach auf die ersten Punkte der Rückrunde, um noch den Klassenerhalt in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) zu schaffen. Alle Partien werden live bei Dyn übertragen.

ASC Grünwettersbach – TTF Liebherr Ochsenhausen

Das Baden-Württemberg-Derby zwischen dem ASC Grünwettersbach und den TTF Liebherr Ochsenhausen geht am morgigen Montag in die 22. Auflage – und selten war die Ausgangslage so brisant. Für den ASC Grünwettersbach geht es fast schon um alles: Die Badener warten seit dem 16. November auf einen Sieg und stecken infolgedessen im Tabellenkeller fest. Mit 8:28 Punkten ist Grünwettersbach das Schlusslicht der Tischtennis Bundesliga (TTBL) und bangt um den Klassenerhalt. Der Rückstand auf das elftplatzierte Bad Königshofen (10:26) beträgt zwei Punkte. Doch auch Ochsenhausen benötigt am Montag die Punkte, um vielleicht doch noch das Saisonziel zu erreichen. Aktuell steht der amtierende Meister auf Platz fünf (18:18) und droht angesichts von sechs Zählern Rückstand auf Bergneustadt (24:12) die Teilnahme am Liebherr TTBL Final4 zu verpassen. Dabei muss Ochsenhausen mit dünner Personaldecke klarkommen: In Grünwettersbach stehen mit Iulian Chirita, Leonardo Iizuka und Andreas Levenko erneut nur drei Spieler zur Verfügung. Shunsuke Togami fehlt aufgrund einer Knieverletzung, Tiago Abiodun infolge einer Hüftoperation.

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Zugbrücke Grenzau

Die Fans des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell befinden sich in einer Durststrecke: Zuletzt gelang den Osthessen Mitte November ein Heimerfolg, ein 3:2 gegen Mühlhausen – seitdem stehen drei schmerzhafte Niederlagen in der heimischen Hubtex-Arena zu Buche. In den letzten Spielen der Saison haben sich die Fuldaer ein ausgeglichenes Punktekonto vorgenommen; aktuell steht das Team bei 16:20 Zählern. Die Formkurve begründet dieses Ziel: Nach zwischenzeitlich sechs Niederlagen aus sieben Partien durfte das Team zuletzt zweimal in Folge jubeln, nämlich in Grünwettersbach (3:2) und Ochsenhausen (3:1). Mit dem TTC Zugbrücke Grenzau kommt nun allerdings ein Angstgegner nach Osthessen: In der jüngeren Vergangenheit sah Fulda häufig schlecht aus gegen Grenzau, das Hinspiel (2:3) wurde ebenso verloren wie die Vergleiche in der Vorsaison (beide 1:3). Das Team aus dem Westerwald hat sich zuletzt eine gute Ausgangssituation im Kampf um den Klassenerhalt verschafft: Durch drei Siege in Folge, darunter jüngst ein 3:1 gegen Bad Homburg, steht Grenzau auf Platz neun und bereits sechs Zähler vor Schlusslicht Grünwettersbach.

Post SV Mühlhausen – TTC Schwalbe Bergneustadt

Nur ein Sieg fehlt dem TTC Schwalbe Bergneustadt noch zur großen Überraschung: Vor der Saison hatte das Team um Benedikt Duda nicht unbedingt zu den Favoriten auf die Teilnahme am Liebherr TTBL Final 4 gehört. Mit starken Leistungen setzte sich Bergneustadt jedoch frühzeitig oben fest, war an keinem Spieltag schlechter platziert als Rang 5 und hat nun beste Aussichten, erstmals seit 2019 den Sprung in das Halbfinale zu schaffen. Mit 24:12 Punkten liegt Bergneustadt deutlich vor Ochsenhausen und Dortmund (beide 18:18), hat zudem das bessere Spielverhältnis und wäre infolgedessen bei einem weiteren Sieg bereits uneinholbar. Und auch die Form spricht für den TTC: In sieben Rückrundenpartien verließen die Schwalben die Box nur einmal, gegen Düsseldorf (2:3), als Verlierer. Durchwachsen verläuft dagegen die Saison des Post SV Mühlhausen: Mit 14:22 Punkten finden sich die Thüringer auf Platz acht wieder, haben den Klassenerhalt angesichts von sechs Zählern Vorsprung auf Grünwettersbach aber noch nicht ganz geschafft. Zuletzt unterlag Mühlhausen in Bremen (1:3) und gegen Grenzau (2:3).

Borussia Dortmund – SV Werder Bremen

Ein wenig sind die Verantwortlichen des SV Werder Bremen selbst überrascht vom Erfolg in der aktuellen Saison: „Wir sind in die wohl stärkste Liga der Welt mit dem Ziel gegangen, uns im Mittelfeld der Tabelle zu etablieren und nichts mit den Positionen in der gefährlichen Zone zu tun zu bekommen“, sagt Trainer Cristian Tamas. „Deswegen ist es für uns doch recht überraschend gekommen, dass wir die Finalrunde erreicht haben.“ Seit dem vergangenen Spieltag steht die Qualifikation der Bremer für das Liebherr TTBL Final 4 fest, sogar die Chance auf den Hauptrundensieg bietet sich noch. Aktuell steht Werder (28:8) nur zwei Zähler hinter Tabellenführer Düsseldorf (30:6). Wohl nur noch rechnerischer Natur ist die Chance von Borussia Dortmund auf die Teilnahme am Halbfinale. Nach zuletzt zwei Niederlagen, in Grenzau und gegen Düsseldorf (beide 1:3), steht der BVB mit aktuell 18:20 Punkten sechs Zähler hinter dem viertplatzierten Bergneustadt.

Borussia Düsseldorf – TSV Bad Königshofen

Die Qualifikation für das Liebherr TTBL Final4 hat Borussia Düsseldorf seit der vergangenen Woche in der Tasche. Unklar ist allerdings noch, auf wen der Rekordmeister dort im Halbfinale trifft – Saarbrücken jedenfalls dürfte die Borussia unbedingt aus dem Weg gehen wollen. Angesichts der aktuellen Tabellenkonstellation werden die Düsseldorfer daher wohl alles in die Waagschale werfen, um die Spitzenposition zu verteidigen. Derzeit stehen sie mit 30:6 Punkten knapp vor Bremen (28:8) auf dem ersten Tabellenplatz und sind in der Rückrunde noch ungeschlagen. Angesichts dieser Ausbeute geht der TSV Bad Königshofen als Außenseiter in das Duell – dabei könnten auch die Unterfranken Punkte gut gebrauchen. Zwar zeigte Bad Königshofen in der bisherigen Rückrunde eine Leistungssteigerung; die Abstiegssorgen sind deshalb aber keineswegs verschwunden. Mit 10:26 Punkten steht der TSV als Tabellenelfter nur zwei Zähler vor Grünwettersbach (8:28). Zuletzt unterlagen Bastian Steger und Co. erst gegen Ochsenhausen (1:3), dann auch gegen Bergneustadt (0:3).

TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – 1. FC Saarbrücken TT

Mit äußerst guten Erinnerungen an das Hinspiel dürfte der TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg in die Partie gegen den 1. FC Saarbrücken TT gehen. Im vergangenen November drehten Benno Oehme, Csaba Andras und das Doppel Jo Yokotani/Ivor Ban einen 0:2-Rückstand und sorgten mit dem 3:2-Sieg für eine handfeste Überraschung. Sollte den Hessen am Mittwoch eine Wiederholung dieses Erfolgs gelingen, wäre es ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt: Mit 12:24 Punkten steht Bad Homburg aktuell vier Zähler vor Schlusslicht Grünwettersbach (8:28). Doch auch für die Saarbrücker geht es in den vier verbleibenden Hauptrunden-Matches noch um eine Menge. Zwar hat der FCS das Ticket für das Liebherr TTBL Final4 bereits in der Tasche, aktuell droht aber noch ein Halbfinal-Duell mit Düsseldorf. Um diesem definitiv aus dem Weg zu gehen, benötigt der FCS den Sprung auf den zweiten Platz – aktuell liegen die Saarländer (26:10) zwei Zähler hinter dem zweitplatzierten Bremen (28:8).

Der 19. Spieltag in der Übersicht

Montag, 23. März
18.30 Uhr:
ASC Grünwettersbach – TTF Liebherr Ochsenhausen
19 Uhr: TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Zugbrücke Grenzau

Dienstag, 24. März
18.30 Uhr:
Post SV Mühlhausen – TTC Schwalbe Bergneustadt
19 Uhr: Borussia Dortmund – SV Werder Bremen

Mittwoch, 25. März
18.30 Uhr:
Borussia Düsseldorf – TSV Bad Königshofen
19 Uhr: TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – 1. FC Saarbrücken TT

Alle Partien werden live bei Dyn übertragen.

Beitragsbild oben: Romain Ruiz vom TTC Schwalbe Bergneustadt (Foto: Ulrich Höfer)

TTBL Redaktion
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22.03.2026

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