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Das Pokal-Gespräch mit Wim Verdonschot (Borussia Dortmund) und Sam Walker (TTC Zugbrücke Grenzau): „Das Final4 kann für uns gut möglich sein“

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Das Pokal-Gespräch mit Wim Verdonschot (Borussia Dortmund) und Sam Walker (TTC Zugbrücke Grenzau): „Das Final4 kann für uns gut möglich sein“

Das Pokal-Gespräch mit Wim Verdonschot (Borussia Dortmund) und Sam Walker (TTC Zugbrücke Grenzau): „Das Final4 kann für uns gut möglich sein“

Borussia Dortmund und der TTC Zugbrücke Grenzau ermitteln beim Leapmotor Pokal Grand Opening in Nürnberg in einem TTBL-Duell einen der vier Viertelfinalisten. Im Interview sprechen BVB-Rückkehrer Wim Verdonschot und Grenzaus Publikumsliebling Sam Walker über die Siegchancen im Achtelfinale, persönliche Ambitionen und den Pokal-Wettbewerb.

Wim Verdonschot, mit Ihrem neuen Klub Borussia Dortmund treffen Sie beim Leapmotor Pokal Grand Opening in einem TTBL-Duell zunächst im Achtelfinale auf den TTC Zugbrücke Grenzau. Welche Mannschaft ist aus Ihrer Sicht der Favorit?

Wim Verdonschot: Ich würde schon sagen, dass wir auf dem Papier wahrscheinlich Favorit sind. Aber jedes Spiel muss erstmal gespielt werden. Ich kenne das ja aus der letzten Saison bei Zweitligist Union Velbert, als wir im Pokal gegen den 1. FC Saarbrücken-TT gespielt haben: Da waren wir auch klarer Außenseiter und Saarbrücken als Champions-League-Sieger haushoher Favorit, und dennoch wurde es da auch ordentlich eng für Saarbrücken. Wenn jetzt Dortmund und Grenzau von ihrer Spielstärke nicht so weit auseinanderliegen wie Velbert und Saarbrücken, kann es sehr, sehr spannendes und offenes Achtelfinalspiel werden.

Sam Walker, wie groß sind die Hoffnungen Ihres TTC Zugbrücke Grenzau auf den Einzug ins Viertelfinale?

Sam Walker: Wir haben noch nicht wirklich über das Viertelfinale nachgedacht. Wir wollen einfach von Spiel zu Spiel schauen, und natürlich wird es gegen Dortmund ein schweres Spiel für uns. Wir wollen an diesem Tag einfach unser Bestes geben und kämpfen. Selbstverständlich glauben wir immer daran, dass wir gewinnen können, im Moment versuchen wir auch, uns nur auf dieses Spiel zu konzentrieren und hoffen, dass wir gut spielen und dadurch das Viertelfinale erreichen. Wenn wir eine gute Leistung zeigen, haben wir natürlich alle Chancen zu gewinnen.

Ihr Trainer Evgeny Fadeev, Wim Verdonschot, hofft nach Dortmunds ersten beiden Bundesliga-Jahren mit Erstrunden-Niederlagen im Pokal gegen den 1. FC Saarbrücken-TT auf den erstmaligen Einzug ins Liebherr Pokal Final4. Wie groß sind in Ihren Augen die Chancen dafür?

Wim Verdonschot: Wenn man sich mal die Pokalauslosung anschaut, kann man schon sagen, dass wir Glück gehabt haben und es für uns auf jeden Fall möglich ist. Aber wie schon gesagt: Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden, man darf keine Mannschaft unterschätzen. Wenn wir aber unsere Leistung abrufen, denke ich, dann ist es gut möglich, dass wir ins Final4 einziehen.

Grenzau und Dortmund, Sam Walker, haben in der vergangenen Saison je eines der beiden Bundesliga-Spiele gegeneinander gewonnen. Haben diese Ergebnisse noch Aussagekraft?

Sam Walker: Wir haben bisher nicht allzu viel über die vergangenen Ergebnisse nachgedacht. Natürlich haben wir in der letzten Saison einmal gegen sie gewonnen und einmal verloren, aber Dortmund hat nun in paar neue Spieler, und wir haben jetzt auch Liam Pitchford. Für uns wird das keine allzu große Bedeutung haben. Es ist ein neues Spiel an einem neuen Tag, und beide Teams können gewinnen.

Verändert das neue Grand-Opening-Format mit Achtel- und Viertelfinale an einem Wochenende die Vorbereitung Ihrer Mannschaft auf den Pokal?

Wim Verdonschot: Das weiß ich nicht, weil ich die Abläufe der Vorbereitung beim BVB noch nicht kenne, es ist ja nun meine erste Bundesliga-Saison in Dortmund. Ich denke aber, dass di Auswirkungen des neuen Formats nun nicht so tragisch sein werden. Wenn wir uns gut reinspielen und gut vorbereiten, denke ich, kann es eigentlich nur ein Vorteil sein kann, denn alle Spieler bei uns sind körperlich auf einem super Niveau und spielen auch alle gerade in super Form. Deswegen glaube ich, dass es für uns nur positiv sein kann, dass beides an einem Wochenende gespielt wird, und wir dann hoffentlich, wenn wir gut spielen im ersten Spiel, den Schwung mit ins zweite Spiel nehmen können.

Sam Walker: Ich finde, dass das neue Format gut für die Spieler ist, und es ändert eigentlich nichts an der Vorbereitung, jedenfalls nicht an unserer. Es ist letztlich nur ein weiteres Spiel, also werden wir uns genauso vorbereiten wie auf jedes andere Spiel auch.

Wim Verdonschot, in der vergangenen Pokal-Saison haben Sie bei Velbert im Viertelfinale gegen Saarbrücken durch zwei Einzelsiege fast für den K.o. des Champions-League-Siegers gesorgt. Welche Erinnerungen haben Sie noch an diese Sternstunde?

Wim Verdonschot: Gut, das war natürlich außergewöhnlich gegen Saarbrücken, ich erinnere mich auch immer wieder gerne zurück. Es sind ja auch nur schöne Erinnerungen. Das Spiel gegen Edy Ionescu am Anfang und dann noch das Spiel gegen Darko Jorgic – das war einmalig.

Im Falle eines Grenzauer Erfolgs gegen Dortmund könnte es im Spiel um den Einzug ins Liebherr Pokal Final4 zu einem Wiedersehen mit ihrem früheren Trainer Slobodan Grujic, der zum TTC OE Clarity Telefonie Systeme Bad Homburg gewechselt ist, kommen. Spielt dieser Gedanke schon eine Rolle für Ihre Mannschaft?

Sam Walker: Natürlich wäre es schön, ‚Bobo‘ wiederzusehen und gegen ihn zu spielen. Aber das ist nichts, worüber wir viel nachdenken. Das liegt noch in weiter Ferne, denn um überhaupt so weit zu kommen, müssen wir erst Dortmund schlagen, und das wird ein schweres Spiel. Wir müssen einfach abwarten.

Bei Borussia Dortmund ist Ihre angebrochene Debütsaison in der TTBL – wie auch beim Pokal Grand Opening - von vielen Vorschusslorbeeren begleitet. Sind die damit verbundenen Erwartungen für Sie eine Belastung oder sogar eher Ansporn?

Wim Verdonschot: Ich denke, dass die erste Saison oder die ersten Spiele in der TTBL definitiv nicht einfach werden. Wenn man vorher so viel Lob bekommt oder einem so viel zugetraut wird, ist es natürlich auf der einen Seite schön, aber natürlich verbindet man dann auf der anderen Seite damit, dass man liefern soll. Es ist so ein bisschen von beidem. Einerseits ist schon ein bisschen Druck, ohne dass es mich belastet, und andererseits definitiv auch Ansporn, denn ich möchte ja auch zeigen, was ich draufhabe, und den BVB so gut es geht unterstützen.

Grenzau gehört mit vier Erfolgen bis 2006 zu den erfolgreichsten Mannschaften im Pokalwettbewerb. Die bislang letzte Final4-Teilnahme liegt allerdings schon über acht Jahre zurück, und in der jüngeren Vergangenheit war Grenzau mehrfach in den Abstiegskampf verwickelt. Wie wichtig wäre es für Ihren Klub, einmal wieder ins Pokal-Halbfinale zu kommen?

Sam Walker: Natürlich wissen wir alle, wie erfolgreich Grenzau in der Vergangenheit war. Unser Ziel ist es daher natürlich, den Erfolg wieder in den Verein zurückzubringen. Aber das ist sehr schwer, weil die Liga und die anderen Teams sehr stark sind.
Sowohl in der Liga als auch im Pokal ist es deshalb wie in den vorigen Jahren erneut sehr schwierig, Erfolg zu haben. Aber ich denke, wir hatten in den letzten Jahren einige positive Spielzeiten, und ich finde, dass wir uns als Spieler und als Mannschaft verbessern. Es wäre natürlich großartig für den ganzen Verein, ins Halbfinale zu kommen. Aber wenn uns das nicht gelingt, ist es auch kein Weltuntergang, und wir können trotzdem in der Liga erfolgreich sein. Für uns geht es einfach darum, in jedem Spiel so gut wie möglich zu sein, den Verein mit aufzubauen und den Klub zu seinen früheren Erfolgen zurückzuführen. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg.
Es ist ein langer Prozess, aber die letzten Jahre waren schon besser. Die letzte Saison war gut, besonders die Rückrunde.
Wir versuchen daher, positiver zu sein, den Verein weiter zu stärken und hoffentlich erfolgreicher zu werden, auf unseren Leistungen aus dem letzten Jahr aufzubauen und Jahr für Jahr als Spieler, aber auch als Team und als Verein so viel wie möglich zu wachsen. Es geht nicht nur darum, ins Final4 zu kommen, aber natürlich wäre das fantastisch für den Verein.

Wim Verdonschot und Sam Walker, vielen Dank für das Gespräch.

Florian Manzke

TTBL Redaktion
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21.08.2026

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