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Zwölf Partien, ein Wochenende: Das Leapmotor Pokal Grand Opening bringt die Weltspitze nach Nürnberg

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Zwölf Partien, ein Wochenende: Das Leapmotor Pokal Grand Opening bringt die Weltspitze nach Nürnberg

Zwölf Partien, ein Wochenende: Das Leapmotor Pokal Grand Opening bringt die Weltspitze nach Nürnberg

Nürnberg und die gesamte Tischtennis-Welt sind bereit für eine Premiere. Am Samstag und Sonntag steigt in der Kia Metropol Arena das Leapmotor Pokal Grand Opening – erstmals werden Achtel- und Viertelfinals des Deutschen Tischtennis-Pokals kompakt an einem Wochenende und zentral an einem Ort ausgetragen. 16 Teams, zwölf Partien, vier Tickets für das Liebherr Pokal Final4: Live übertragen wird das komplette Event bei Dyn.

Dang Qiu bringt vor dem Leapmotor Pokal Grand Opening auf den Punkt, was den Deutschen Tischtennis-Pokal ausmacht: „Nicht immer setzen sich die Besten wie selbstverständlich durch“, sagt der Weltranglistenelfte von Borussia Düsseldorf vor dem ersten Top-Event der Saison. Qiu weiß, wovon er spricht – zweimal in Folge hat der Rekordpokalsieger zuletzt das Liebherr Pokal Final4 verpasst. Und leicht wird der Weg auch dieses Mal nicht: Auf den 29-Jährigen und die Borussia wartet in Nürnberg eines der schwersten Lose des Achtelfinals.

Mit dem Leapmotor Pokal Grand Opening betritt die Tischtennis Bundesliga (TTBL) in dieser Saison Neuland. Statt über Wochen verteilter Heimspiele kämpfen alle Teams an einem Ort um den Einzug in die Runde der letzten vier. Am kommenden Samstag werden die Pokal-Achtelfinals in zwei Sessions ab 11 und 15 Uhr parallel an vier Tischen ausgetragen; am Sonntag folgen die Viertelfinals an zwei Tischen. Die vier siegreichen Teams ziehen schließlich in das Liebherr Pokal Final4 ein, das im Winter ausgetragen wird. Wer kurzfristig in der Kia Metropol Arena in Nürnberg dabei sein möchte, sichert sich sein Ticket im offiziellen TTBL-Ticketshop – aktuell sind alle Karten um 20 Prozent reduziert, das Wochenend-Ticket gibt es in der günstigsten Kategorie bereits ab 26 Euro.

Der Auftakt: Ein Kracher und drei Duelle mit Geschichte

Zwei der größten Namen des deutschen Tischtennis treffen direkt in der ersten Session am Samstag aufeinander. Borussia Düsseldorf, verstärkt durch Olympiasieger Fan Zhendong, misst sich ab 11 Uhr mit den TTF Liebherr Ochsenhausen. Ein Wunschlos war das für keinen der beiden. „Ochsenhausen ist natürlich ein absoluter Kracher und ein schweres Spiel zu Beginn“, sagt Qiu und warnt vor voreiligen Titel-Rechnungen: „Im Sport ist nie irgendetwas sicher – selbst mit einem Fan Zhendong nicht.“ Auf der Gegenseite sieht Iulian Chirita in der Außenseiterrolle eine Chance für Ochsenhausen: „Der Druck auf uns ist geringer, und wir können befreiter aufspielen.“ Ein mögliches Duell mit dem chinesischen Superstar wäre für den TTF-Hoffnungsträger genau das, „was man sich als Profi wünscht“.

Zeitgleich kommt es zur Neuauflage eines Final4-Duells von 2012/13: Zweitligist SV Union Velbert fordert den Vorjahresfinalisten TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – wie schon 2012 in Stuttgart. Damals setzte sich Fulda mit 3:1 durch, neben Wang Xi punktete auch Jonathan Groth. Velberts Neuzugang Borgar Haug, 2024 mit Düsseldorf Pokalsieger, geht die Aufgabe offensiv an: „Wir können ohne Druck aufspielen und versuchen, unsere Bestleistung abzurufen, und dann sehen, was dabei herauskommt.“ Fanbo Meng weist die Underdog-Erzählung zurück: Ein David-gegen-Goliath-Spiel sei das nicht, dafür habe Velbert personell zu gut nachgelegt. Fuldas Ziel formuliert er trotzdem klar: das Viertelfinale.

Am Nachmittag: David gegen Goliath und offene Rechnungen

Ebenfalls ab 11 Uhr treffen mit dem SV Werder Bremen und dem TTC Schwalbe Bergneustadt zwei TTBL-Halbfinalisten der Vorsaison aufeinander. „Das ist ein richtig schweres Los“, sagt Mattias Karlsson, dessen Bremer weiter auf den ersten Pokalsieg warten. Bergneustadts Trainer Frederik Duda hält dagegen: „Genau für solche Spiele spielt man den Pokal.“ Für ihn hat der Wettbewerb einen eigenen Reiz – wenige Spiele, viel Druck und die Chance, früh in der Saison etwas Besonderes zu erreichen. Komplettiert wird die Vormittagssession vom einzigen Duell ohne TTBL-Beteiligung: Der ASC Grünwettersbach II, der erst am Sonntag als letzter Qualifikant das Feld komplettierte, trifft im Duell der Drittligisten auf den SV Union Velbert II.

Die krasseste Konstellation des Wochenendes steigt ab 15 Uhr. Drittligist TTC immoXone Bietigheim-Bissingen fordert den 1. FC Saarbrücken TT – Titelverteidiger, Champions-League-Sieger und amtierender Triple-Gewinner. „Es ist wirklich David gegen Goliath“, sagt Matthias Grünenwald, 1. Vorsitzender der Schwaben, der sich vor allem wünscht, dass Saarbrücken in Bestbesetzung antritt und sein Team sich gegen die Topstars beweisen darf. Patrick Franziska nimmt die Favoritenrolle an, erinnert aber an das Vorjahres-Viertelfinale bei Union Velbert, das Saarbrücken erst im Schlussdoppel gewann: „Man hat auch in Velbert wieder gesehen, wie schnell es gehen kann.“ Der Pokal, so der FCS-Kapitän, sei der kürzeste Weg zu einem Titel – entsprechend werde man alles hineinlegen, um zum vierten Mal nach 2012, 2022 und 2026 die Trophäe in die Höhe zu stemmen.

„Fifty-Fifty-Spiel“ zwischen Grünwettersbach und Mühlhausen

Wer auf Saarbrücken trifft, entscheidet sich parallel: Der ASC Grünwettersbach, Sensations-Pokalsieger 2020, misst sich mit dem Post SV Mühlhausen. ASC-Coach Kilian Ort sieht sein Team dabei nicht vorne. Mühlhausen hat in der Vorsaison beide TTBL-Duelle gewonnen, man wolle für eine Überraschung sorgen. „Das wird schwer genug. Wenn wir das Spiel gewinnen, freue ich mich darauf, uns auf den Viertelfinalgegner vorzubereiten“, sagt Ort. Steffen Mengel ordnet das Duell etwas anders ein: Mühlhausen gegen Grünwettersbach seien „eigentlich immer Fifty-Fifty-Spiele“. Für den 38-Jährigen vom Post SV hätte ein Final4 besonderen Wert – bei seiner einzigen Teilnahme mit Mühlhausen im Januar 2022 fiel er verletzt aus.

Im dritten Nachmittagsspiel ist es für das Fanlager des TSV Bad Königshofen nur eine kurze Anreise: Das Städtchen im Grabfeld ist von Nürnberg nur rund 100 Kilometer entfernt. Daniel Habesohn rechnet entsprechend mit lautstarker Unterstützung. „Unsere Anhänger sind ja bekannt für ihre Anfeuerungen, für den Lärm, den sie machen können“, sagt er. Ein kleiner Vorteil gegen den TTC OE Clarity Telefonie-Systeme Bad Homburg, der zuletzt zweimal in Folge im Halbfinale stand? Der neue TTC-Trainer Slobodan Grujic gibt sich gelassen: „Wir gehen locker in das Spiel und auch mit Selbstbewusstsein, aber ohne Druck.“

Das komplette Event live bei Dyn

Im vierten Nachmittagsduell möchte Borussia Dortmund angreifen. Wim Verdonschot, der Saarbrücken im Vorjahr mit Velbert durch zwei Einzelsiege an den Rand der Niederlage brachte, läuft nun für den BVB auf und trifft auf den TTC Zugbrücke Grenzau. Dortmund wartet noch auf die erste Final4-Teilnahme der Vereinsgeschichte. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, denke ich, dann ist es gut möglich, dass wir ins Final4 einziehen“, sagt Verdonschot. Grenzau, mit vier Titeln einer der Rekordgewinner des Wettbewerbs, wartet seit 2019 auf die Rückkehr ins Final4. Sam Walker stellt die Gesamtentwicklung des Teams in den Vordergrund: „Für uns geht es darum, in jedem Spiel so gut wie möglich zu sein, den Verein mit aufzubauen und den Klub zu seinen früheren Erfolgen zurückzuführen. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg.“

Am Sonntag wird es schließlich eng: Aus acht Siegern werden vier, und wer am Ende jubelt, hat den Startplatz für das Liebherr Pokal Final4 sicher. Der Modus verlangt den Spielern alles ab – und bietet den Fans mit zwölf Spielen an zwei Tagen ein unvergessliches Tischtennis-Event. Fan Zhendong, Hugo Calderano, Dang Qiu, Patrick Franziska, Dimitrij Ovtcharov, Shunsuke Togami: So dicht war die internationale Elite selten an einem Wochenende versammelt. Wer nicht in Nürnberg vor Ort sein kann, verfolgt das komplette Event bei TTBL-Medienpartner Dyn.

Das Leapmotor Pokal Grand Opening im Überblick

Samstag, 29. August (Achtelfinals, zwei Sessions parallel an vier Tischen)
ab 11 Uhr:
Spiel 1:
Borussia Düsseldorf – TTF Liebherr Ochsenhausen (Tisch 1)
Spiel 2: SV Union Velbert – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (Tisch 2)
Spiel 3: ASC Grünwettersbach II – SV Union Velbert II (Tisch 4)
Spiel 4: SV Werder Bremen – TTC Schwalbe Bergneustadt (Tisch 3)

ab 15 Uhr:
Spiel 5:
TTC immoXone Bietigheim-Bissingen – 1. FC Saarbrücken TT (Tisch 1)
Spiel 6: ASC Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen (Tisch 4)
Spiel 7: TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – TSV Bad Königshofen (Tisch 3)
Spiel 8: Borussia Dortmund – TTC Zugbrücke Grenzau (Tisch 2)

Sonntag, 30. August (Viertelfinals, zwei Sessions parallel an zwei Tischen)
ab 11 Uhr:
Sieger Spiel 5 – Sieger Spiel 6 (Tisch 2)
Sieger Spiel 7 – Sieger Spiel 8 (Tisch 3)

ab 15 Uhr:
Sieger Spiel 1 – Sieger Spiel 2 (Tisch 2)
Sieger Spiel 3 – Sieger Spiel 4 (Tisch 3)

Alle Partien werden live bei Dyn übertragen.

Beitragsfoto oben: BeLa Sportfoto

TTBL Redaktion
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28.08.2026

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